Inhaberin Kleintierpraxis Dr. Andrea Runge

Interview: Kristin Schlid | Foto: privat

Frau Runge, hat dieses Jahr Ihre Praxistätigkeit verändert?
Bislang sind wir gut durch das Jahr gekommen. Glücklicherweise wurden Tierärzte früh als systemrelevant eingestuft, so dass die Praxis geöffnet bleiben konnte. Einige Einschränkungen gelten natürlich weiterhin, aber insgesamt klappt es gut und die meisten Leute sind sehr verständnisvoll.
Gibt es denn in dieser Zeit Interesse für Hunderollstühle?
Ja, durchaus. Im März/April gab es tatsächlich mal eine Pause, inzwischen kommen wieder Anfragen. Diese Seite der Praxis macht uns sehr viel Spaß, wir sehen da viele lachende Hundegesichter und auch durchaus Freudentränen bei Besitzern.
Wer fragt eigentlich nach einem Hunderollstuhl?
Das ist sehr unterschiedlich. Einerseits Besitzer von Hunden, die durch Krankheit oder Unfall nicht mehr richtig laufen können. Da gibt es natürlich eine Vielzahl möglicher Probleme, daher ist es uns wichtig, dass die Rollis ganz individuell auf jedes Tier zugeschnitten werden. Zunehmend nutzen wir die Rollis aber auch zur Rehabilitation, also mit dem Ziel, dass der Hund wieder normal laufen lernt. Wir haben einige Standardrollis vorrätig, die wir für diese Zwecke ausleihen.
Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?
Oh, da gibt es so viel zu tun! Wir werden auf jeden Fall weiterhin versuchen, uns für bessere Qualität und mehr Fachwissen auf dem Gebiet der Hunderollstühle einzusetzen – bislang gibt es da keinerlei Qualitätsnormen. Einige weitere geplante Entwicklungen mussten wir wegen der Pandemie etwas zurückstellen. Immerhin wird uns in diesem Jahr erstmalig eine Auszubildende unterstützen – darüber freuen wir uns sehr.

www.tierarzt-runge.de