Rechtsanwältin und Datenschutzbeauftragte

Interview: Kristin Schild | Foto: Neff Fotografie

Frau Wauker, Sie sind nicht nur Rechtsanwältin, sondern auch zertifizierte Datenschutzbeauftragte; wie kam es denn dazu?
Ich bin 2018 Rechtsanwältin geworden, und zu der Zeit war die Datenschutzgrundverordnung gerade neu und in aller Munde. Ich dachte mir damals, dass man in diesem Bereich gut Nischen besetzen könnte, weil es bei Kollegen zum Beispiel ein eher unbeliebtes Thema ist. Außerdem bietet es eine tolle Abwechslung zu meiner Tätigkeit als Rechtsanwältin.
Was haben Sie denn da für Aufgaben?
Ich bin sowohl bei der Anwaltskanzlei RKM als auch bei der RKM Data tätig. Bei der RKM Data bieten wir bundesweit für mittelständische Unternehmen die externe Datenschutzbeauftragung an. Das heißt, wir überprüfen dort beispielsweise, ob alles datenschutzkonform ist.
Was ist Ihnen als Rechtsanwältin im Umgang mit Ihren Mandanten besonders wichtig?
Mir ist ein persönliches Gespräch immer sehr wichtig. Ich bin im Strafrecht tätig, und dort fällt es den meisten Menschen leichter, ihre Geschichte persönlich zu erzählen als per E-Mail oder am Telefon. Leider ist dies aktuell aufgrund der Corona-Pandemie aber unumgänglich.
Was macht Ihrer Meinung nach eigentlich eine typische Powerfrau aus?
Eine Powerfrau ist für mich jemand, der sich in einem klassischerweise männerdominierten Berufsfeld, wozu meiner Meinung nach die Anwaltsbranche immer noch zählt, langfristig erfolgreich durchsetzt und seinen Platz findet.
Wollen Sie sich beruflich noch weiterentwickeln?
Momentan wird mein Fokus eher im Datenschutz bleiben. Bald steht eine Fortbildung zum Thema Datenschutz im Gesundheitswesen an, da in dem Bereich viele Neuerungen, wie zum Beispiel die elektronische Patientenakte, auf uns zukommen.

www.rkm-goettingen.de