Hebammen im Geburtshaus am Raseweg

Interview: Kristin Schild | Foto: privat

Erzählen Sie uns doch mal ein bisschen über das Geburtshaus am Raseweg.
Thiel: Wir haben das Geburtshaus im September 2020 gegründet, mit der Absicht, Frauen in der Umgebung eine Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und geborgen ihre Kinder zu gebären, ohne dass sie zwischen Klinik- und Hausgeburt wählen müssen. Das Geburtshaus bietet da einen guten „Zwischenstep“. Wir haben hier einen Ort geschaffen, an dem man sich zu Hause fühlt und an dem wir den Frauen mit Wärme, Ruhe und Freundlichkeit begegnen.
Was ist Ihnen im Umgang mit den Schwangeren besonders wichtig?
Kannegießer: Wir nehmen uns für die Schwangeren viel Zeit und ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten sehr ernst. Es ist uns wichtig, mit ihnen auf Augenhöhe zu sein und ihnen mit Respekt, Ruhe und Freundlichkeit zu begegnen und gleichzeitig auch die medizinischen Aspekte nicht aus dem Blick zu verlieren.
Tewes: Jede Frau ist anders, und wir gehen individuell auf sie ein. Wir begegnen ihnen und auch den Familien mit viel Respekt.
Thiel: Uns ist es auch wichtig, dass den Frauen bewusst ist, dass sie diejenigen sind, die hier im Fokus stehen. Hier passiert nichts, worüber die Frauen nicht vorher informiert worden sind. Wir begleiten sie allumfassend von der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Wochenbett.
Worin finden Sie eigentlich Ihren beruflichen Ausgleich?
Kannegießer: Ich treibe viel Sport und habe in der Corona-Zeit ein bisschen angefangen, Gitarre zu spielen und zu singen.
Tewes: Sport ist ein ganz großer Ausgleich für mich, sowie Freunde, Familie und mein Hund.
Thiel: Ich finde meinen Ausgleich im Yoga, in meinen Kindern, dem Reisen und im eigenen Garten.

www.geburtshaus-am-raseweg.de