Steuerberaterin und Geschäftsführerin der HSP STEUER Göttingen GmbH Steuerberatungsgesellschaft

Interview: Nicole Bockler | Foto: HSP

Frau Hungerland, wie wird man Steuerberaterin?
Indem die Steuerberaterprüfung bestanden wird. Um zu dieser zugelassen zu werden, gibt es verschiedene Wege. Einer ist ein Studium und zwei bis drei Jahre praktische Tätigkeit in einem steuerlichen Berufsfeld, also z. B. bei Finanzbehörden oder in Steuerkanzleien. Da ich eher praktisch veranlagt bin, bin ich den Berufsweg gegangen, habe also erstmal eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten gemacht, mich dann zur Bilanzbuchhalterin fortgebildet und so die nötigen sieben Jahre Berufserfahrung gesammelt, um dann 2010 die Steuerberaterprüfung erfolgreich zu absolvieren.
Der Beruf gilt als trocken und spaßbefreit. Haben Sie Ihre Entscheidung jemals bereut?
Auf keinen Fall! Dass Steuerberatung trocken ist, ist ein völlig falsches Vorurteil. Ich kann mir kaum einen abwechslungsreicheren Job vorstellen: Sie sind sehr nah an Mandanten aus verschiedensten Branchen dran, haben dort Einblicke in nahezu alle Bereiche und die Arbeit hat direkten Einfluss auf Unternehmens- und Lebensschicksale. Das ist sinnvoll, spannend und erfüllend. Was will man mehr? Wir bilden übrigens auch aus. Wer also auf der Suche nach einem tollen Beruf ist: bitte bewerben.
Welche Branchen gefallen Ihnen besonders?
Unsere Arbeit ist ja prinzipiell branchenübergreifend. Am Herzen liegen mir persönlich aber besonders Handwerksbetriebe. Der zumeist herzliche, familiäre, loyale aber auch direkte Umgang miteinander, kommt meinem Naturell sehr entgegen. Gerade in Digitalisierungs- und Verwaltungsfragen sind dort viele überfordert und mich freut es, meinen Beitrag zu leisten, dass die Betriebe sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und fit für die Zukunft werden.

www.hsp-steuerberater-goettingen.de