Geschäftsführerin Wohnatelier Weisenburger

Interview & Foto: Ulrich Drees

Frau Weisenburger, aktuell spielt Nachhaltigkeit für viele Lebensbereiche eine immer größere Rolle. Gilt das auch für Sie als Raumausstatterin?
Tatsächlich werden von vielen Firmen gegenwärtig immer mehr innovative, recycelte oder vollständig kompostierbare Stoffe auf den Markt gebracht. Der Trend ist bei den Kunden zwar noch nicht in der Breite angekommen, aber er ist eben auch noch sehr neu. Langfristig wird das zunehmen, nicht zuletzt, weil manche dieser neuen Stoffe beispielsweise auch schwer entflammbar sind. Das macht sie wiederum für Schulen oder den öffentlichen Bereich interessant, wo die Nachfrage wohl zuerst anziehen wird.
Wie setzen sich Ihre Kunden zusammen?
Bedingt durch die Polsterei, sind wir vor allem im privaten Bereich aktiv, werden aber auch von Schulen, Kliniken oder Seniorenzentren beauftragt. Dabei spielt vor allem unsere intensive und individuelle Beratung immer wieder eine wichtige Rolle. Obwohl zu unserem Beruf auch ganz praktische, handwerkliche Arbeit gehört – wir stehen beispielweise auch schon einmal mit der schweren Hilti-Bohrmaschine auf der Leiter – macht die Beratung den Großteil unserer Arbeit aus.
Sie haben sich als Meisterin im Raumausstatterhandwerk 2014 selbstständig gemacht. Wie haben Sie das letzte Jahr erlebt?
Meine beiden Mitarbeiterinnen und ich sind alle Mütter von jüngeren Kindern, und es war eine herausfordernde Erfahrung, mitzuerleben, was Berufstätigkeit ohne verlässliche Kinderbetreuung für uns als Frauen bedeutete. Gleichzeitig hat uns diese Zeit aber als Team auch sehr zusammengeschweißt, weil wir uns stets aufeinander verlassen konnten.

www.wohnatelier-weisenburger.de