Die Interessentenberatung des GDA Göttingen, Bettina Cor, übt ihren Beruf mit viel Leidenschaft aus. Neben der Pandemie gab es in diesem und im letzten Jahr mit einer Modernisierung noch eine weitere Herausforderung, die es zu meistern galt.

Interview: Kristin Schild | Fotos: GDA

Frau Cor, was ist an Ihrem beruflichen Alltag so reizvoll?
Unterschiedliche Menschen täglich zu treffen und mit ihnen im Gespräch zu sein, ist für mich ein großer und wichtiger Teil meiner Arbeit. Aber auch die Möglichkeit, mitzugestalten und zu verändern, zu helfen und zuzuhören ist ebenso wichtig und interessant. Auch nach fast 8 Jahren wird es nicht langweilig. Denn die Interessenten für das GDA bringen mit ihren unterschiedlichsten Fragen, Wünschen und auch Ängsten Abwechslung mit in die Gespräche
Aktuell wurde das Haus A erneuert und modernisiert, was waren dabei die größten Herausforderungen aus Ihrer Sicht?
Die Modernisierung des Hauses A war neben Corona in den letzten Monaten ein großer Teil des täglichen Ablaufes, der auch eine Menge an Kommunikation und an „offenen Ohren“ erfordert hat. Da sind zum einen die zukünftigen Bewohner, die sich freuen, in ein frisch renoviertes Haus zu ziehen, und die Bewohner, die aus ihren Erfahrungen der Bauzeit berichten. Jetzt freuen wir uns alle, dass das geschafft ist und nur noch, im Vergleich dazu, kleinere Äußerlichkeiten verändert werden müssen. Aktuell fehlt beispielsweise noch ein Vordach, und die Wege müssen erneuert werden; da hoffen wir auf einen milden Winter. Während der Modernisierungsarbeiten hat es sich bestätigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk in Kollegenkreisen im Haus und zu den Handwerkern in Göttingen ist. Das merken wir auch bei den einzelnen Appartementsanierungen.
Wie wird die Modernisierung von den zukünftigen Bewohnern aufgenommen?
Sie freuen sich auf das neu gestaltete Gebäude, doch so ein Umzug ist natürlich auch kein Kinderspiel. Für sie gibt es viel zu organisieren und zu entscheiden, zum Beispiel, welche Möbel oder Lieblingsstücke mitkommen sollen. Oftmals sind auch keine Angehörigen vor Ort, die tatkräftig unterstützen können; da kann ich zum Glück immer mal kleine Tipps geben, wie andere Bewohner diese Herausforderungen gelöst haben.
Was haben Sie aus der Pandemiezeit gelernt?
Corona hat, wie bei uns allen, ein paar Änderungen in meinen Arbeitsalltag gebracht. Wir sind digitaler geworden. Dies wird gern von Angehörigen genutzt, die nicht mal eben um die Ecke leben. So gab es Kontakte nach Brüssel oder auch Österreich, die per Videotelefonie viel informativer, intensiver und persönlicher waren, als die bisher geführten Telefonate.
Der Mensch steht bei Ihnen im Mittelpunkt; fällt es Ihnen schwer in Ihrer Freizeit abzuschalten?
Natürlich bleiben so manches Erlebte und die persönlichen Schicksale der zukünftigen Bewohner nicht unausgesprochen. Dies führt einem vor Augen, dass jeder von uns sein ganz persönliches Päckchen mit sich trägt. Meine Familie oder Spaziergänge am Wasser sind diesbezüglich eine gute Ablenkung. Zum Abschalten reicht aber manchmal auch die Heimfahrt, denn Autofahren gehört auch zu meinen Leidenschaften, genauso wie das Fotografieren.

Bettina Cor
Interessentenberatung

GDA Göttingen
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