Rechtsanwältin bei RKM

Interview: Silke Jansen | Foto: RKM

Frau Pitschel, was ist für Sie das Besondere am Beruf der Rechtsanwältin?
Ich schätze es, dass ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Kanzlei RKM einerseits akribisch mit komplexen juristischen Fragestellungen auseinandersetzen kann, andererseits aber auch spontan auf neue Sachverhalte einlassen und schnelle Lösungskonzepte erarbeiten muss. Sehr schön ist auch, dass ich jeden Tag neue Menschen, Schicksale und Lebenssituationen kennenlernen darf.
Wie sind Sie zum Strafrecht gekommen?
Für mich ist das Gebiet spannend und abwechslungsreich. Die Ausarbeitung von Verteidigungsstrategien erfordert analytisches Denken, daneben wird es oft durchaus emotional, weil sich meine Mandant*innen nicht selten in einer Art Ausnahmesituation befinden.
Macht es einen Unterschied, wenn Sie wissen, dass ein*e Mandant*in, die ihm/ihr vorgeworfene Tat begangen hat?
Es sollte keinen Unterschied machen, denn es geht um ein faires, rechtsstaatliches Verfahren, auf das jeder Mensch unabhängig von der Frage der Schuld einen Anspruch hat. Mir ist es wichtig, Ansprechpartnerin für den/die Mandant*in, zu sein, welche*r sich mit einem Verfahren konfrontiert sieht; und ihm/ihr die Spielregeln zu erklären sowie dafür einzustehen, dass diese gewahrt werden.
Neben dem Strafrecht haben Sie sich auch auf das Gesellschaftsrecht spezialisiert. Warum?
Ich mag die Kombination dieser Fachgebiete, gerade weil sie durchaus unterschiedlich sind. Im Rahmen von gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen ist es mir möglich, mich weitestgehend losgelöst von Emotionen intensiver mit wissenschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen.

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