Rechtsanwältin, Kanzleikooperation, Binkenstein und Lehmann

Interview: Ulrich Drees | Foto: Kristin Schild

Frau Binkenstein, Sie engagieren sich nicht nur als Anwältin, sondern sind auch ehrenamtlich und politisch sehr aktiv. Könnten Sie sich ein Leben ohne dieses Engagement überhaupt vorstellen?
Ich hatte bereits als Kind ein sehr ausgeprägtes, nennen wir es, Rechtsempfinden. Und das hat sich durch mein Leben gezogen. Bereits in meiner Schulzeit musste ich erfahren, wie sehr man im Leben von einem guten Rechtsanwalt abhängig ist und welche Auswirkungen es hat. Darum sehe ich meine Aufgabe heute darin, Menschen zu helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Dazu gehört natürlich auch ihre Chancen auf Anspruchsdurchsetzung zu beurteilen.
Was an Ihrer Arbeit bereitet Ihnen Vergnügen?
Wenn ich sehe, dass ich Menschen helfen konnte und dass diese sich darüber freuen. Ich vertrete in meinem Beruf stets die Interessen Dritter, für die ein Erfolg natürlich sehr wichtig ist. Letztlich ist also der Erfolg anderer auch mein eigener.
Wie würden Sie Ihren beruflichen Alltag beschreiben?
Als Anwältin bin ich eigentlich immer im Gespräch: Das sind nicht nur meine Mandanten, auch Menschen in meinen ehrenamtlichen Aufgaben, dann die Zusammenarbeit mit meiner Mitarbeiterin und der stetige Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.
Welche Rolle spielt Erfolg in Ihrem Leben?
Es kommt darauf an, wie man Erfolg definiert. Es ist immer schön 1:0 zu gewinnen, aber im Ernst, mein Erfolg bemisst sich am erfolgreichen Handeln für meine Mandanten. Wichtig für mich ist, dass meine Mandanten wissen, dass ich mich für ihre Rechte voll und ganz einsetze.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir einen gerechteren und fairen Umgang der Menschen untereinander und hoffe, mit meiner Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten.

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