Geschäftsführerin der BFC
Die Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC) ist die einzige Karriereschmiede für automobile Führungskräfte in Deutschland

Interview: Ulrich Drees | Foto: privat

Frau Gerl, Sie haben mit Menschen zu tun, die Benzin im Blut haben. Wie kam es dazu?
Der elterliche Autoverwertungsbetrieb ist quasi die Wurzel für mein heutiges Tun. Schon immer hat mich das Auto fasziniert und zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf. Nach meinem Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen hat es mich z. B. sowohl in Autohandelshäusern als auch auf der Importeursseite begleitet. Heute darf ich mein Wissen an zukünftige automobile Führungskräfte weitergeben.
Hat sich Ihre Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert?
Die gezwungenen Distanzen, die wir auch in unserem schulischen Tagesgeschäft in bestimmten Phasen hatten, haben dazu geführt, das sich nun der Direktkontakt zu unseren Studierenden intensiviert hat. Sicher hatte die Lockdown-Phase auch ein Gutes, denn die jungen Führungskräfte durften sich neben der Fachlichkeit auch damit auseinandersetzen wie man Menschen auf Distanz führt. Für meine Arbeit kann ich sagen, sehr froh zu sein, mich selbst nicht mehr täglich auf dem Bildschirm sehen zu müssen.
Wird die zunehmende Digitalisierung Ihre Arbeit in Zukunft beeinflussen?
Sicher wird sich das Programm der BFC nicht zu einem Onlineprogramm entwickeln. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für Führungskräfte ist Verhalten. Ich bin der Überzeugung, dass professionelles Führungsverhalten nicht am Bildschirm gelernt werden kann, sondern nur live in bestimmten Situationen. Aus diesem Grunde wird es meine Mannschaft und auch mich in unseren Funktionen auch noch lange in Präsenz geben!

www.bfc.de