Die neue pri­va­te Not­fall­am­bu­lanz und Tages­kli­nik des Askle­pi­os Fach­kli­ni­kums Tie­fen­brunn – ein wich­ti­ges regio­na­les Ange­bot zur Ver­sor­gung pri­vat- und zusatz­ver­si­cher­ter Patient:innen.

Text: Ulrich Drees | Fotos: Ulrich Drees, Askle­pi­os Fach­kli­ni­kum Tie­fen­brunn

„Im Unter­schied zu ande­ren Fach­ge­bie­ten ist es in der Psy­cho­the­ra­pie auch für pri­vat­ver­si­cher­te Patient:innen nicht leicht, eine ambu­lan­te Behand­lung zu erhal­ten“, erklärt Dr. med. Chris­ti­an Fri­cke-Neef, ärzt­li­cher Direk­tor des Askle­pi­os Fach­kli­ni­kums Tie­fen­brunn und Chef­arzt der Kli­nik für Psycho­somatische Medi­zin und Psy­cho­the­ra­pie. „Des­halb haben wir uns ent­schlos­sen, unser regio­na­les Ange­bot aus­zu­bau­en.“
Die Grund­la­ge dafür bot die 2016 fer­tig­ge­stell­te psy­cho­so­ma­ti­sche Pri­vat­sta­ti­on des Fach­kli­ni­kums, die mit einer Kapa­zi­tät von 31 Bet­ten ein brei­tes sta­tio­nä­res The­ra­pie­an­ge­bot anbie­tet. Es sind vor allem Füh­rungs­kräf­te, Selbst­stän­di­ge, Beamt:innen, Ärzt:innen und ins­be­son­de­re Lehrer:innen, die hier behan­delt wer­den. Dabei geht es häu­fig um The­men wie sozia­le Ängs­te und Stress­ver­ar­bei­tungs­re­ak­tio­nen. „Aus­schlag­ge­bend war unse­re Koope­ra­ti­on mit der CARE-Bera­tung Nie­der­sach­sen, der psy­cho­so­zia­len Bera­tungs­stel­le des Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­ums für Inne­res und Sport“, erläu­tert Dr. Fri­cke-Neef, „Über CARE bie­ten wir Lehrer:innen Unter­stüt­zung bei per­sön­li­chen und beruf­li­chen Belas­tun­gen, um einen unnö­tig frü­hen Ren­ten­ein­tritt zu ver­mei­den. Unser regio­na­les Ange­bot bau­en wir für die­je­ni­gen aus, die Hil­fe möch­ten, aber kei­ne sta­tio­nä­re Behand­lung wün­schen.“
Ob es um eine infor­ma­ti­ve Bera­tung oder einen kurz­fris­ti­gen Not­fall­kon­takt geht – auf der psy­cho­so­ma­ti­schen Pri­vat­sta­ti­on fin­den Men­schen indi­vi­du­el­le Unter­stüt­zung, die in schwie­ri­gen Situa­tio­nen psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Rat und Hil­fe benö­ti­gen. „Häu­fig exis­tiert hier eine gewis­se Schwel­len­angst mit ganz ver­schie­de­nen Ursa­chen“, meint Dr. Fri­cke-Neef. „Lei­det jemand bei­spiels­wei­se an sozia­len Ängs­ten, setzt er sich ungern neu­en Situa­tio­nen aus, in denen er bewer­tet wird. Bei Füh­rungs­kräf­ten passt es ande­rer­seits oft nicht ins Selbst­bild, auf Hil­fe ange­wie­sen zu sein.“
So zögern Betrof­fe­ne oft unnö­tig lan­ge, bevor sie sich ein­ge­ste­hen, dass sie ärzt­li­che Hil­fe brau­chen, z. B. bei ihrem Haus­arzt, der sie dann nach Tie­fen­brunn über­weist. „Ande­re wen­den sich direkt an uns“, so Dr. Fri­cke-Neef. „Aus eige­ner Erfah­rung weiß ich, dass dies jedoch oft erst nach Mona­ten geschieht. Immer wie­der erle­ben wir auch Patient:innen mit kör­per­li­chen Sym­pto­men, wie Schmer­zen oder Reiz­darm, denen gar nicht bewusst ist, dass es sich dabei um psy­cho­so­ma­tisch beding­te Stress­ver­ar­bei­tungs­re­ak­tio­nen han­delt.“
Im Rah­men der unter­schied­li­chen Ange­bo­te erfah­ren die Patient:innen in Tie­fen­brunn dann eine umfas­sen­de indi­vi­du­el­le Dia­gnos­tik durch das erfah­re­ne Sta­ti­ons­team, zu dem neben dem Chef­arzt und ärzt­li­chen Direk­tor Dr. Fri­cke-Neef eine Ober­ärz­tin sowie The­ra­peu­ten und Pfle­ge­kräf­te gehö­ren. Dar­auf erfolgt eine direk­te Hil­fe­stel­lung oder ein Auf­ent­halt in der Tages­kli­nik. „Die Wochen­en­den ver­brin­gen die Patient:innen dabei in ihrer gewohn­ten Umge­bung“, erklärt Dr. Fri­cke-Neef, „wäh­rend sie tags­über im Rah­men indi­vi­du­el­ler Behand­lungs­plä­ne die gan­ze Band­brei­te unse­rer The­ra­pie­mög­lich­kei­ten nut­zen kön­nen, z. B. Sport‑, Ergo- oder Musik-The­ra­pie, Yoga und Ent­span­nungs­übun­gen u. v. m. Anders als bei einer klas­si­schen Reha kön­nen wir uns so sehr genau an den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen unse­rer Patient:innen ori­en­tie­ren“, schließt der Chef­arzt.

Bio-Feed­back
Auch eine moder­ne tech­ni­sche Aus­stat­tung gehört zu den Vor­tei­len der Pri­vi­ta Kom­fort­sta­ti­on. Bei­spiels­wei­se kön­nen Patient:innen mit­hil­fe der Bio-Feed­back-Tech­no­lo­gie ihre Kör­per­funk­tio­nen gra­fisch abbil­den las­sen. Das erlaubt den Therapeut:innen, Stress­aus­lö­ser sehr genau zu iden­ti­fi­zie­ren und den Patient:innen anschau­lich zu machen, denen ihre Reak­tio­nen oft gar nicht bewusst sind. Im nächs­ten Schritt kön­nen die Patient:innen dann mit Hil­fe der Visua­li­sie­rung effek­ti­ve Metho­den zum Stress­ab­bau trai­nie­ren.

Askle­pi­os Fach­kli­ni­kum Tie­fen­brunn
Psy­cho­so­ma­ti­sche Pri­vat­sta­ti­on Tie­fen­brunn
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