KWS SAAT in Einbeck

Alles deutet darauf hin, dass Südniedersachsen im Sommer 2024 endlich mit einem gemeinsamen Standortmarketing auftreten wird. Im Charakter-Interview sprechen Astrid Klinkert-Kittel, die Landrätin des Kreises Northeim, und Marcel Riethig, Landrat des Kreises Göttingen, über die aktuelle Entwicklung.

Text: Ulrich Drees | Fotos: mehle – hundertmark fotografie, ottobock, Roman Thomas, fsk photography, Kreis Northeim, create:hub

Herr Riethig, aktuell ist nach einem Stocken der Bemühungen im Jahr 2022 erneut Bewegung in den Aufbau eines regionalen Standortmarketings in Südniedersachsen gekommen. Wie stellt sich die Situation gegenwärtig dar?
Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem für das kommende Jahr ein konkretes Ergebnis ansteht. Den Startpunkt der Entwicklung bildete 2020 das durch Landesmittel geförderte Projekt der Südniedersachsen Stiftung zum Regionalen Fachkräftemarketing. Die Landkreise Göttingen und Northeim unterstützten dies damals strukturell und finanziell, und von der Südniedersachsenstiftung kam dann auch ein erster Aufschlag in Richtung einer Markenbildung für das angestrebte regionale Standortmarketing, der jedoch die Verantwortlichen nicht überzeugte.

Frau Klinkert-Kittel, wie bewerten Sie die Entwicklung bis zum heutigen Zeitpunkt? Gab es Momente, an zu denen für Sie fraglich war, ob das Projekt eines gemeinsamen regionalen Marketings Sinn hat und Erfolg haben kann?
Die Entwicklung und Umsetzung eines gemeinsamen regionalen Standortmarketings, ist zweifellos ein komplexes Unterfangen. Dennoch halte ich ein regionales Standortmarketing für sinnvoll und erfolgsversprechend. Die Unterstützung der lokalen Wirtschaft, der regionalen Akteure und der politischen Instanzen ist entscheidend. Es wird eine geschlossene Herangehensweise, eine kontinuierliche Evaluierung und die Bereitschaft zur Anpassung erfordern. In Anbetracht des Potenzials bin ich zuversichtlich, dass wir mit einem klaren Ziel vor Augen einen erfolgreichen Weg beschreiten können.“

Herr Riethig, was ist jetzt anders als 2022?
Wir sind wie im Tango einen Schritt zurück und zwei nach vorn gegangen. Statt das schwierige Thema einer Namensfindung zuerst anzugehen, konnten wir die Politik und die Stadt Göttingen einbinden, indem wir zuvor ein inhaltliches Oberthema definierten. Dazu sollen Ideen und Kampagnen über einen Agenturwettbewerb entwickelt werden, den wir im Januar durchführen wollen. Im März werden wir unter den eingereichten Vorschlägen dann eine Auswahl treffen. Diese Vorgehensweise werden wir noch im Dezember 2023 den maßgeblichen Gremien zur Entscheidung vorlegen.

Wie lautet dieses Oberthema?
Wir wollen die Life Science als Alleinstellungsmerkmal unserer Region in den Vordergrund stellen.


Osterode 

Warum der Fokus auf „Life Sciences“?
In der Region hängt jeder fünfte Arbeitsplatz mit der Branche zusammen. Das verteilt sich auf „rote“ Life Sciences, das heißt Medizin und Biotechnologie, und auf die „grünen“ Life Sciences, wie beispielsweise Saatgutzüchtung. Selbst bei einer Fokussierung auf das Thema Gesundheitswesen kann Südniedersachsen punkten. Bei uns sind 12 % der Arbeitsplätze in diesem Bereich angesiedelt, im Bundesdurchschnitt sind es nur 7 %. Wir stehen hier im Branchenvergleich bundesweit auf Platz 1.

Hinzu kommt, dass Niedersachsen vor allem zwei Zukunftsthemen aufweisen kann: die Quantentechnologie in Hannover und Braunschweig und eben die Life Sciences hier in Südniedersachsen.

Frau Klinkert-Kittel, hätte es aus Ihrer Sicht auch andere Oberthemen geben können?
Das Oberthema „Life Science“ bietet eine starke Verbindung zwischen dem Oberzentrum und dem ländlichen Raum, ist wegweisend und weist zahlreiche regionale Anknüpfungspunkte auf. Obwohl wir uns für „Life Science“ entschieden haben, gibt es natürlich auch andere Bereiche, die potenziell als Oberthemen betrachtet werden könnten. Allerdings halte ich „Life Science“ aufgrund seiner starken Präsenz und seines Potenzials für eine kluge und vielversprechende Wahl für die Positionierung der Region. Es spielt nicht nur eine bedeutende Rolle in unserer regionalen Wirtschaft, sondern ist auch für die Zukunft unserer Gemeinschaft von großer Bedeutung.

Herr Riethig, welchen Namen soll die Region tragen, für die dann die Kampagnen ausgestaltet werden?
Wir hoffen hier auf Vorschläge aus dem Agentur-Wettbewerb. Wenn beispielsweise „Die Gesund-Region“ in der Überschrift stünde, könnte ein Untertitel lauten „Göttingen Südniedersachsen“, „Northeim Göttingen“, „Südniedersachsen“ oder „Göttingen“. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Zentral ist doch, dass spürbar wird, wer hinter diesem Namen steht. Und wenn das nicht gelingt, wird das Marketing ja gar nicht funktionieren.

Trotzdem war der Name in der Vergangenheit bei den verschiedenen beteiligten Körperschaften ja ein so heikles Thema, dass er regelrecht zum „Dealbreaker“ wurde. Wird das diesmal vermieden werden können?
Ich glaube schon. Hätten wir zuerst den Namen diskutiert, hätte das vermutlich erneut zu einem Scheitern der Verhandlungen führen können. So, wie wir das jetzt kanalisiert haben, wird daraus kein Politikum entstehen, aus dem unüberwindbare Hürden erwachsen. Das sieht insbesondere auch die regionale Wirtschaft in weiten Teilen so, wie sich an dem von Heiko Keiholz von HKS und IHK-Vizepräsidentin Birgitt Witter-Wirsam veröffentlichten Schreiben zeigt, das von weiteren 30 namhaften Unternehmen getragen wird. Der genaue Name ist nicht entscheidend. Hauptsache, er spricht die Zielgruppe an – und das ließe sich ja beispielsweise vorab überprüfen.


Das Firmengelände von ottobock in Duderstadt 

Frau Klinkert-Kittel, was denken Sie zum Thema Namen? Wird man in Northeim am Ende einer Bezeichnung zustimmen, in der nur „Göttingen“ erwähnt wird?
Die Frage nach dem Namen ist zweifellos ein wichtiger Aspekt bei der Schaffung einer einheitlichen und repräsentativen Marke für unsere Region. Es ist entscheidend, dass wir einen Namen finden, der die gesamte Region repräsentiert und eine gemeinsame Identität schafft. Einen Namen, der vor allem auch neugierig macht, in unserer Region leben und arbeiten zu wollen. Ein ausgewogener Ansatz dürfte entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg eines solchen Namens sein. Wir sollten einen Namen anstreben, der die Einzigartigkeit und Vielfalt der gesamten Region widerspiegelt und gleichzeitig die Identität und den Beitrag jedes Partners würdigt.

Herr Riethig, welche Partner beteiligen sich gegenwärtig an dem Prozess?
Neben den Landkreisen Göttingen und Northeim sind die Stadt Göttingen, die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) sowie natürlich die Südniedersachsenstiftung beteiligt. Die wird auch die Kampagnen durchführen. Dazu wird dort Personal angestellt, wobei wir auch freie Mitarbeiter beschäftigen wollen. Teil des Konzeptes sind auch Internet-Kampagnen, für deren Durchführung wir in der Region ja bereits starke Partner hätten, die sich auf die Durchführung von Online-Kampagnen spezialisiert haben.

Was ist mit den Landkreisen Holzminden und Goslar? Sind die an den aktuellen Entwicklungen beteiligt?
Seit dem Südniedersachsenprogramm betrachtet die Landesregierung beide Kreise ja als Teil Südniedersachsens. Obwohl die dortige Wirtschaft sich durchaus in Richtung Göttingen orientiert, sieht sich Holzminden selbst auch zur Weserbergregion zugehörig, und Goslar orientiert sich in Richtung Braunschweig. Deshalb haben wir das Südniedersachsen der zwei Geschwindigkeiten. Wir haben einerseits Stadt und Landkreis Göttingen sowie Northeim, die die Südniedersachsenstiftung sehr stark finanziell unterstützen, und dann eben den Landkreis Goslar, der gar nichts zahlt, und den Landkreis Holzminden, der in diesem Jahr erstmals und auch in den Folgejahren 5.000 Euro einzahlt. Was in Bezug auf diese Kreise das regionale Standortmarketing angeht, sagen wir deshalb: Alles kann, nichts muss. Wir arbeiten so, dass beide Kreise bei dieser und allen anderen südniedersächsischen Initiativen, wie z. B. TOPAS Top-Arbeitgeber Südniedersachsen, anschlussfähig bleiben, wenn sie sich beteiligen möchten.

Die Stadt Göttingen gründete 2022 die Göttingen Marketing GmbH, die sich auch mit regionalem Standortmarketing befassen sollte (vgl. Charakter Sommer-Edition 2022) und lud die Landkreise Göttingen und Northeim ein, sich daran zu beteiligen. Wie ist sie jetzt in das neue Konzept eingebunden?
Alle Beteiligten wollten Doppelstrukturen vermeiden. Ich bin froh, dass die Geschäftsführerin von Göttingen Marketing zunächst keine eigene Marke entwickeln will, sondern sich auf die Themen Tourismus und Einzelhandelsmarketing konzentriert und schaut, welche Aktivitäten sich auf regionaler Ebene entfalten. Die Südniedersachsenstiftung wird die Kampagnen auf regionaler Ebene durchführen, und die Stadt würde dann ihre eigene Marketinggesellschaft damit beauftragen, das auf städtischer Ebene zu übernehmen, alles in enger Abstimmung. Wenn die Stadt eine Messe besucht, um mit der Regionalmarke zu werben, würde das mit der Südniedersachsenstiftung abgesprochen, und umgekehrt genauso. Im besten Falle treten beide gemeinsam auf. Ich würde es so beschreiben, dass wir, statt alles in einer Gesellschaft zu bündeln, unsere Aktivitäten mit zwei multiplizieren.


Live Science bei KWS SAAT in Einbeck 

Frau Klinkert-Kittel, wie werden die diesbezüglichen Aktivitäten der Südniedersachsenstiftung finanziert?
Für die Finanzierung des regionalen Standortmarketings ist angedacht, dass der Landkreis Northeim in den Jahren 2024-2026 jeweils 75.000 Euro zur Verfügung stellt. Im selben Zeitraum bringt der Landkreis Göttingen jährlich 150.000 Euro ein. Zudem will die Stadt Göttingen für die Jahre 2025 und 2026 die städtische Marketing GmbH mit jeweils 75.000 Euro ausstatten, um damit den gemeinsamen Prozess zu unterstützen. In der Summe stehen insoweit 825.000 Euro in drei Jahren zur Etablierung der Marke zur Verfügung. Im Anschluss soll die Wirksamkeit des regionalen Standortmarketings evaluiert werden.

Welches Ergebnis wäre nötig, um die Politik bei der Evaluation zu überzeugen?
Um zu überzeugen, benötigen wir klare Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften für die Region. Überzeugen könnten sicher auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und das Auslösen von Investitionen. Die Stärkung der Ausbildungsmöglichkeiten, die Anpassung von Bildungsprogrammen an die Bedürfnisse der Wirtschaft sowie die Schaffung attraktiver Lebensräume sollten ebenfalls überzeugen.

Herr Riethig, Life Science klingt nicht zwingend nach Wohlfühlen. Wie ergibt sich hier jenseits der Aussicht auf Arbeitsplätze in der Branche für die erwünschten Fachkräfte die Motivation, hier leben zu wollen?
Life Science allein reicht nicht aus. Es braucht auch den Arbeitsplatz für die Partnerin oder den Partner, attraktive Freizeit- und Bildungsangebote, verfügbare Kinderbetreuung – die wir im ländlichen Raum in den nächsten Jahren konzentriert ausbauen werden – und ganz zentral auch ein Angebot an Wohnraum, der individuell ansprechend, aber auch bezahlbar sein muss.

Frau Klinkert-Kittel, wie denken Sie, ließe sich unter dem Dach „Life Science“ das Image einer lebenswerten Region erschließen?
„Life Science“ verkörpert einen Bereich, der sowohl wissenschaftliche Innovation als auch das Gesundheitswesen umfasst. Betont wird die Bedeutung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung und innovativer Technologien, die das Leben der Menschen verbessern. Das Konzept bietet auch eine Verbindung zwischen urbanen Zentren und ländlichen Räumen. Wir können die Attraktivität eines ausgewogenen Lebensstils hervorheben: die Nähe zur Natur, hochwertige Lebensbedingungen in ländlichen Gebieten und gleichzeitig den Zugang zu einer dynamischen, innovativen Stadt. „Life Science“ steht für eine zukunftsweisende Branche, die nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch Talente anzieht und Bindungen in der Region fördert. Die Möglichkeit, in einer lebenswerten Umgebung zu leben und gleichzeitig in einem hochinnovativen Sektor zu arbeiten, ist ein wesentlicher Bestandteil des Images einer lebenswerten Region. ‚Life Science‘ bietet die Chance, unsere Region als einen Ort zu positionieren, an dem Menschen gerne leben, arbeiten und sich weiterentwickeln möchten.


Die Northeimer Seenplatte 

Herr Riethig, die WRG hat einen Beteiligungsprozess koordiniert, bei dem ein Querschnitt ausgewählter regionaler Akteure zum Thema Standortmarketing befragt wurde. Was ist dabei herausgekommen?
Befragt wurden bewusst unterschiedliche Zielgruppen, wie beispielsweise Studierende, Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung und Wirtschaft oder Gründerinnen und Gründer. Dabei wurde deutlich, dass es aktuell kein regionales Standortmarketing gibt. Es gibt viele gute Angebote in der Region – die jedoch nicht bekannt sind. Trotz spezifischer Angebote für Gründerinnen und Gründer fehlt außerdem eine Plattform, die diesem Kreis ein themenübergreifendes Netzwerken ermöglichen würde. Wir werden diese und andere Erkenntnisse berücksichtigen, denn es reicht natürlich nicht, einfach nur eine Marke zu entwickeln. Sie muss auch halten, was sie verspricht.

Was ergab sich zum Thema Life Science?
Das Thema war ja für den Beteiligungsprozess bereits „gesetzt“. Deshalb waren wir vor allem auf die Reaktionen darauf gespannt. Hier zeigte sich, dass sich nicht jedem sofort erschloss, warum wir das als Oberthema gewählt haben. Da müssen wir also aktiv werden, um das deutlicher herauszustellen. Häufig schaut man in der Region noch zu sehr auf lokale Stärken, weil man sich noch nicht als Ganzes begreift.

Frau Klinkert-Kittel, wie würden Sie den Menschen in Northeim erklären, was Sie mit Life Science verbindet?
Life Science betrifft viele Aspekte des täglichen Lebens. Es umfasst Unternehmen und Institutionen, die in Bereichen wie Biotechnologie, Medizintechnik, Gesundheitswesen und moderner Landwirtschaft tätig sind. Diese Unternehmen entwickeln neue Therapien, Medikamente und innovative Produkte, die unser Leben beeinflussen und verbessern können. Dabei bedeutet Life Science auch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum. Unternehmen hier vor Ort sind Teil dieses Sektors und tragen zur Stärkung unserer lokalen Wirtschaft bei. Darüber hinaus repräsentiert Life Science auch die Attraktivität unserer Region für Talente und Fachkräfte. Es bietet Chancen für Forscher, Fachleute und Innovatoren, sich in einer dynamischen und zukunftsweisenden Branche zu entfalten, ohne dabei die Vorteile eines Lebens in einer lebenswerten Umgebung zu vernachlässigen. Life Science verkörpert die dynamische Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und dem Wohlergehen der Gemeinschaft.

Herr Riethig, wann könnte es aus Ihrer Sicht zum Start erster Kampagnen kommen?
Im Sommer 2024.

Virtuelle Rundflüge über Einbeck und Northeim: www.einbeck.zoom360.de, www.northeim.zoom360.de

Der erste Aufschlag
Für den Göttinger Landrat Marcel Riethig war der erste Versuch der Südniedersachsenstiftung, eine Marke für ein regionales Standortmarketing zu etablieren, eine „gute Vorarbeit“ für die gegenwärtige Entwicklung. Damals wurde das Oberthema Südniedersachsen durch eine Wort-Bild-Marke ergänzt, die sich auf die ganze Vielfalt der Region – vom Handwerk über die Industrie und den Einzelhandel bis zu den Kommunen – bezog. Warum daraus nichts wurde? „Aus verschiedenen Gründen“, so Marcel Riethig. „Die Stadt Göttingen war nicht eingebunden, und die beiden großen Akteure, die Landkreise Göttingen und Northeim, die das Ganze hätten finanzieren müssen, waren nicht überzeugt, dass die Kampagnen wirken würde. „Eine Marke ist hier mit dem Köder beim Angeln vergleichbar. Der muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“, so Marcel Riethig.

Zuerst Arbeitgebermarketing
„Standortmarketing kann nicht direkt dafür sorgen, dass ein Unternehmen immer genug Fachkräfte findet“, erklärt Marcel Riethig. „Das ist Aufgabe des Arbeitgebermarketings. Standortmarketing wird dann wichtig, wenn sich Interessentinnen und Interessenten für eine offene Stelle fragen, ob sie nach Südniedersachsen wollen. Hier muss die Region zeigen, was sie zu bieten hat, was sie auszeichnet.

Life Sciences?
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung fasst unter dem Begriff Life Sciences die wissenschaftlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Strukturen und Prozessen von Lebewesen beschäftigen. Wegen ihrer rasanten Methoden- und Technologieentwicklungen gelten die Life Sciences als extrem dynamischer und innovativer Forschungsbereich. Anhand zahlreicher bedeutender Unternehmen liegt ihre Bedeutung in Südniedersachsen zwar auf der Hand, doch das wirkt sich darüber hinaus in viele weitere Wirtschaftsbereiche aus. „Was Sartorius, Otto Bock, KWS Saat oder die zahlreichen Mittelständler in der Region herstellen“, erklärt Marcel Riethig, „wird in Verpackungen von Thimm aus Northeim und von Spediteuren wie Zufall in alle Welt verbracht. Auch die Mess- und Regeltechnik der Region profitiert von den Instrumenten, die von den Life-Science-Unternehmen nachgefragt werden.“

Diskussionsveranstaltung zum Regionalmarketing am 10.11.2023 im create:hub, Holzminden.