Dr. Till­mann Miritz, Ralf Nol­te

Als welt­weit agie­ren­der Spe­zia­list für hoch kon­zen­trier­te Zuta­ten aus Citrus­früch­ten zählt die MCI Miritz Citrus GmbH & Co. KG aus Kirch­gan­dern zu den erfolg­rei­chen mit­tel­stän­di­schen Fami­li­en­un­ter­neh­men der Regi­on.

Text: Ulrich Drees | Fotos: Syl­via Stein, MCI Miritz

„Wir sind zu 100 Pro­zent ein Fami­li­en­un­ter­neh­men“, unter­streicht Dr. Till­mann Miritz, Inha­ber und Geschäfts­füh­rer der 1965 in Göt­tin­gen gegrün­de­ten MCI Miritz Citrus GmbH & Co. KG, deren Ent­wick­lung tat­säch­lich von der lang­fris­ti­gen Stra­te­gie erfolg­rei­cher Fami­li­en­un­ter­neh­men geprägt ist.
Nach Sta­tio­nen über Ros­dorf und Are­n­shau­sen befin­det sich der aktu­el­le MCI-Miritz-Haupt­stand­ort im thü­rin­gi­schen Kirch­gan­dern, ca. 15 min von Göt­tin­gen ent­fernt. Hier wächst das Fir­men­ge­län­de seit­her Bau­pha­se für Bau­pha­se. Zuletzt wur­de 2021 mit dem BA7 die neu­es­te High-Tech-Pro­duk­ti­ons­­­stät­te in Betrieb genom­men.

Inter­na­tio­nal auf­ge­stellt »> Mit Stand­or­ten in New York und Tokio ist MCI Miritz heu­te ein glo­bal agie­ren­der Mit­tel­ständ­ler, des­sen hoch kon­zen­trier­te Duft- und Geschmacks­stof­fe aus Oran­gen, Limet­ten, Zitro­nen, Grape­fruit und Man­da­ri­nen als Bestand­teil vie­ler wei­te­rer Pro­duk­te ver­wen­det wer­den. „In Deutsch­land wären da z. B. Jäger­meis­ter, Gum­mi­bär­chen, Rei­ni­gungs­mit­tel wie Meis­ter Pro­per oder Kör­per­pfle­ge­mit­tel von Wele­da zu nen­nen“, erklärt Dr. Till­mann Miritz, der das Fami­li­en­un­ter­neh­men seit 2016 in 2. Gene­ra­ti­on allein­ver­ant­wort­lich lei­tet. „85 Pro­zent unse­rer Umsät­ze erzie­len wir jedoch auf dem Welt­markt, zumeist in den USA und in Süd­ost­asi­en.“

Gesi­cher­ter Gene­ra­ti­ons­wech­sel »> Als über­zeug­ter Fami­li­en­un­ter­neh­mer freut sich Dr. Till­mann Miritz, dass er bereits je 20 Pro­zent der Unter­neh­mens­an­tei­le an die 3. Gene­ra­ti­on, sei­ne Toch­ter Ales­san­dra und sei­nen Sohn Chris­to­pher über­ge­ben hat. „Eine gesi­cher­te Nach­fol­ge­pla­nung war mir stets wich­tig“, erklärt der Unter­neh­mens­chef. „Neben Ales­san­dra inter­es­siert sich auch Chris­to­pher für die Fir­ma. Aktu­ell stu­diert er noch Che­mie – eine idea­le Vor­aus­set­zung für unse­re Kern­the­men –, doch er hat uns bei­spiels­wei­se bereits zu inter­na­tio­na­len Fach­mes­sen in Flo­ri­da oder Tagun­gen in Ber­lin beglei­tet, um ein biss­chen in die Bran­che hin­ein­zu­schnup­pern.“ Da sich sei­ne Kin­der jedoch ohne Druck und Erwar­tungs­hal­tung ori­en­tie­ren sol­len, hat Dr. Till­mann Miritz mit sei­nem Co-Geschäfts­füh­rer Ralf Nol­te eine idea­le Beset­zung für den Über­gang an sei­ner Sei­te.
„Herr Nol­te war unser ers­ter Aus­zu­bil­den­der“, erin­nert sich der Fir­men­in­ha­ber. „Er fing in unse­rem Labor mit einer che­misch-tech­ni­schen Aus­bil­dung an und hat sich der­art bewährt, dass wir uns nach dem Ende sei­ner Aus­bil­dung ent­schie­den haben, in grö­ße­rem Umfang aus­zu­bil­den. Nach sei­ner Aus­bil­dung qua­li­fi­zier­te er sich wei­ter, bau­te das fir­men­ei­ge­ne Qua­li­täts­ma­nage­ment auf, stu­dier­te Betriebs­wirt­schaft und wur­de zum Assis­ten­ten der Geschäfts­lei­tung, Pro­ku­ris­ten und schließ­lich Geschäfts­füh­rer. Das heißt, er kann das Unter­neh­men in einer Über­gangs­pha­se steu­ern, und mei­ne Kin­der kön­nen von sei­nen Erfah­run­gen pro­fi­tie­ren.“

Die Scha­le ist das Geheim­nis »> Ein Bei­trag über die MCI Miritz wäre jedoch kaum voll­stän­dig, ohne dar­auf ein­zu­ge­hen, wie die Duft- und Geschmacks­stof­fe eigent­lich her­ge­stellt wer­den, die das Unter­neh­men aus den Citrus­früch­ten gewinnt, die zu 100 Pro­zent impor­tiert wer­den. „Wich­tig ist zunächst“, erklärt Ralf Nol­te, „dass wir hier nur Öle ver­wen­den, die in den Anbau­ge­bie­ten als Neben­pro­dukt der Saf­ther­stel­lung aus den Scha­len ver­schie­de­ner Zitrus­früch­te gepresst wer­den. Deren Aro­ma befin­det sich näm­lich in den Scha­len.“
Genau­er gesagt, ent­ste­hen aus ca. einer Ton­ne Oran­gen 3,5 kg Oran­gen­öl – das haupt­säch­li­che Aus­gangs­pro­dukt bei MCI Miritz. Da die­ses Öl jedoch ein 100-pro­zen­ti­ges Natur­pro­dukt ist, unter­schei­det sich sein Aro­ma je nach Wet­ter­la­ge und vie­len wei­te­ren Ein­flüs­sen von Ern­te zu Ern­te. „Unse­re Kun­den erwar­ten jedoch ein stets gleich­blei­ben­des Pro­dukt“, erklärt Ralf Nol­te, „weil sie ihren Kun­den natür­lich auch ein zuver­läs­sig gleich schme­cken­des Getränk oder gleich duf­ten­des Dusch­gel anbie­ten wol­len.“
Des­halb wer­den die Öle in ein­zel­ne Aro­ma-Nuan­cen getrennt – eine Art „Bau­kas­ten“ unter­schied­li­cher Öl-Kon­zen­tra­te ent­steht. „Wenn jetzt ein Kun­de das­sel­be Oran­gen­öl möch­te, das er z. B. 2020 oder 2015 gekauft hat“, erklärt Ralf Nol­te, „kön­nen wir die­se Bau­stei­ne genau so zusam­men­set­zen, dass die­ses spe­zi­fi­sche Aro­ma repro­du­ziert wird, wir aber noch immer ein voll­kom­men natür­li­ches Pro­dukt haben.“
„Das Beson­de­re ist“, ergänzt Dr. Till­mann Miritz, „dass wir im Rah­men die­ses Pro­zes­ses auch die Ein­hal­tung aller jeweils aktu­el­len Regu­la­ri­en gewähr­leis­ten, indem wir bei­spiels­wei­se Pes­ti­zi­de her­aus­fil­tern. So haben wir uns erfolg­reich als Ver­bin­dungs­glied zwi­schen einem ech­ten Natur­pro­dukt und indus­tri­el­ler Mas­sen­pro­duk­ti­on posi­tio­niert.“ Eben­so beein­dru­ckend ist, wel­che Kon­zen­tra­ti­on in Kirch­gan­dern erreicht wird. Am Ende kön­nen bei­spiels­wei­se mit 5–10 kg Sinen­sal – einer beson­ders kräf­ti­gen Oran­gen­no­te – von MCI Miritz eine Mil­li­on Liter eines Getränks aro­ma­ti­siert wer­den.

Ein attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber »> „Wir sind eine moder­ne Fir­ma mit einem groß­ar­ti­gen Pro­dukt“, so beschreibt Dr. Till­mann Miritz sein Unter­neh­men gern, wenn er die bemer­kens­wert nied­ri­ge Fluk­tua­ti­ons­ra­te unter sei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern erklärt. „Durch unse­re für einen Mit­tel­ständ­ler ange­neh­me Grö­ße bie­ten wir Arbeits­fel­der im Büro und Manage­ment, in der Pro­duk­ti­on auf der tech­ni­schen Ebe­ne, in unse­ren Labor – und Ent­wick­lungs­ab­tei­lun­gen bis hin zu den­je­ni­gen Arbeits­fel­dern, die unse­re Lager­hal­tung betref­fen. So haben unse­re Mit­ar­bei­ter/-innen vie­le Mög­lich­kei­ten, sich zu ent­wi­ckeln und zusam­men mit unse­rem Unter­neh­men wei­ter zu wach­sen.“

Chris­to­pher Miritz

Ein MINI zur Aus­bil­dung
Bei MCI Miritz setzt man bewusst auf den eige­nen Nach­wuchs. Jahr für Jahr wer­den Aus­zu­bil­den­de im Büro- und Labor­be­reich ein­ge­stellt. Und die dür­fen sich nicht nur über gute Ent­wick­lungs­chan­cen freu­en. „Jedem Aus­zu­bil­den­den wird wäh­rend sei­ner bzw. ihrer Aus­bil­dungs­zeit einer unse­rer MINIs zur Ver­fü­gung gestellt“, freut sich Dr. Till­mann Miritz. „Das ist nicht nur ein schö­ner Bonus, das hilft ange­sichts unse­res länd­li­chen Umfelds unge­mein.“

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