Mari­us Braun, Chris­tin Wip­per­mann, Mar­tin Kuhl­hü­ser

Unter der Füh­rung von Mar­tin Kuhl­hü­ser und dem neu­en Tech­ni­schen Lei­ter Mari­us Braun rich­ten die EWB die Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung im Eichsfeld stär­ker auf Nach­hal­tig­keit und Zukunfts­fä­hig­keit aus.

Text: Kris­tin Schild | Fotos: Syl­via Stein, EWB

Ob Strom, Wär­me oder Was­ser – die Eichsfel­der Wirt­schafts­be­trie­be, kurz EWB, ste­hen für eine siche­re, nach­hal­ti­ge und regio­na­le Ver­sor­gung. Gemein­sam mit den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten EEW und EBB ver­sorgt das Unter­neh­men rund 50.000 Men­schen auf einer Flä­che von etwa 300 Qua­drat­ki­lo­me­tern. Dabei set­zen die EWB auf moder­ne Tech­no­lo­gien, regio­na­le Res­sour­cen und eine kla­re Aus­rich­tung auf die Zukunft.
„Ein gro­ßer Teil unse­rer Auf­ga­ben ent­fällt auf die Was­ser­ver­sor­gung in der Regi­on“, erklärt Geschäfts­füh­rer Mar­tin Kuhl­hü­ser. Das Unter­neh­men betreut die Ver­sor­gung im Bereich Duder­stadt sowie im Eichsfeld und erbringt dar­über hin­aus Dienst­leis­tun­gen im Bereich der Was­ser­auf­be­rei­tung. „Auch im thü­rin­gi­schen Teil des Eichsfel­des, für die Lin­den­ber­ger Wirt­schafts­be­trie­be, erbrin­gen wir Dienst­leis­tun­gen im Bereich der Was­ser- und Abwas­ser­ver­sor­gung“, ergänzt der neue Tech­ni­sche Lei­ter Mari­us Braun. Ein wach­sen­des Pro­jekt ist aktu­ell die Zusam­men­ar­beit mit der Gemein­de Glei­chen. Dort ist geplant, dass die EEW nicht nur die tech­ni­sche Betriebs­füh­rung, son­dern wird künf­tig auch die kauf­män­ni­sche Abwick­lung orga­ni­sie­ren. Ziel ist eine effi­zi­en­te und zen­tral gesteu­er­te Was­ser­ver­sor­gung für die Gemein­den.
Neben Was­ser spielt auch der Bereich Strom eine zen­tra­le Rol­le, hier ist der Ver­sor­ger als Netz­be­trei­ber und Strom­lie­fe­rant tätig. Aktu­ell wur­de in die­sem Bereich ein beson­de­res Augen­merk auf den Aus­bau der E-Lade­infra­struk­tur gelegt, denn die­se wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich erwei­tert. Par­al­lel dazu setzt das Unter­neh­men ver­stärkt auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien. „Wir bau­en der­zeit eine Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge hin­ter unse­rem Stand­ort in Duder­stadt und haben auch auf meh­re­ren Bau­wer­ken PV-Anla­gen instal­liert“, berich­tet Braun.
Im Wär­me­be­reich zeigt sich, wie umfas­send sich Ver­sor­gung wei­ter­ent­wi­ckelt; so soll das Nah­wär­me­netz in Duder­stadt gemein­sam mit einem Anker­kun­den wei­ter aus­ge­baut wer­den. Zudem nimmt auch die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung Fahrt auf. „Duder­stadt ist bereits dabei. Bis spä­tes­tens 2026 muss die Stadt ihre Plä­ne vor­le­gen“, erklärt Braun. Die­se sol­len auf­zei­gen, wie eine kli­ma­neu­tra­le Wär­me­ver­sor­gung bis 2045 erreicht wer­den kann – etwa durch Fern­wär­me, Wär­me­pum­pen oder ande­re Tech­no­lo­gien. Die Ent­wick­lung eige­ner Lösun­gen geht indes aber eben­falls wei­ter: EWB plant, eine zen­tra­le Heiz­kraft­an­la­ge mit Wär­me­pum­pen und Power-to-Heat-Tech­no­lo­gie zu errich­ten. „Damit kön­nen wir auf Basis der Strom­prei­se wirt­schaft­lich Wär­me erzeu­gen – unab­hän­gig von poli­ti­schen Vor­ga­ben“, so Braun. Kuhl­hü­ser betont: „Mit die­ser Tech­no­lo­gie wol­len wir nicht nur neue Kun­den gewin­nen, son­dern auch gezielt Inno­va­tio­nen vor­an­trei­ben und die­se mit der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung in Ein­klang brin­gen.“
Ein wich­ti­ges Instru­ment für sol­che inno­va­ti­ven Pro­jek­te ist die in die­sem Jahr gegrün­de­te Toch­ter­ge­sell­schaft EEP – die Eichsfel­der Ent­wick­lungs- und Pro­jekt­ge­sell­schaft. Sie bün­delt alle Akti­vi­tä­ten rund um rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien. „Die EEP erlaubt es uns, Pro­jek­te sau­ber zu tren­nen und in die­ser Gesell­schaft wei­ter zu ent­wi­ckeln“, erklärt Kuhl­hü­ser. Damit ent­steht eine Platt­form, auf der zukunfts­ori­en­tier­te Ener­gie­pro­jek­te zen­tral gesteu­ert wer­den kön­nen.
Auch das Frei­bad in Duder­stadt, das von EBB betrie­ben wird, pro­fi­tiert von der nach­hal­ti­gen Aus­rich­tung. Dort wur­de kürz­lich eine Solar­ther­mie­an­la­ge instal­liert, die das Was­ser kli­ma­freund­lich erwärmt, ergänzt durch eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge zur Strom- und Warm­was­ser­er­zeu­gung. Zusätz­lich wur­de das Bad bar­rie­re­frei umge­stal­tet mit neu­em Kin­der- und Durch­schrei­te­be­cken. Um das Was­ser gera­de in der Über­gangs­zeit stär­ker zu erwär­men, ist künf­tig der Bau eines Block­heiz­kraft­werks geplant, das über­schüs­si­ge Abwär­me ins Bad ein­spei­sen soll.
Als Arbeit­ge­ber legt EWB gro­ßen Wert auf Aus­bil­dung und Team­geist. „Wir bil­den in sechs ver­schie­de­nen Berei­chen aus und wol­len in die­sem Jahr auch erst­mals im IT-Bereich star­ten“, ver­kün­det Kuhl­hü­ser. Wich­tig sei es, gutes Fach­per­so­nal zu fin­den – eine Her­aus­for­de­rung in der aktu­el­len Arbeits­markt­la­ge. Umso mehr freut sich das Unter­neh­men über Ver­stär­kung wie Mari­us Braun. „Er bringt genau die Qua­li­fi­ka­ti­on mit, die wir gesucht haben, vor allem im Bereich Rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien und Was­ser“, sagt Kuhl­hü­ser. Braun selbst hat Ener­gie­tech­nik stu­diert und war zuvor auch im huma­ni­tä­ren Was­ser­be­reich tätig – eine per­fek­te Ergän­zung für sei­ne neue Posi­ti­on als Tech­ni­scher Lei­ter. Auch Geschäfts­füh­rer Mar­tin Kuhl­hü­ser, der den Pos­ten seit Anfang 2024 inne­hat, ist noch rela­tiv neu im Team. Für den stu­dier­ten Elek­tro­in­ge­nieur ist es bereits die drit­te Geschäfts­füh­rer­po­si­ti­on. In Duder­stadt reiz­te ihn vor allem die neue Her­aus­for­de­rung. „Ich wur­de hier sehr herz­lich emp­fan­gen und die Arbeit gemein­sam mit der Poli­tik ist hier sehr auf Augen­hö­he“, sagt er. „Mei­ne aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen als Geschäfts­füh­rer sind der­zeit noch ein biss­chen agi­ler, kun­den­ori­en­tier­ter und inno­va­ti­ver zu wer­den.“
Dass Ver­sor­gung heu­te weit mehr bedeu­tet als tech­ni­sche Infra­struk­tur, wird bei EWB spür­bar. „Wir müs­sen uns an poli­ti­sche Vor­ga­ben anpas­sen, kli­ma­neu­tral wer­den und gleich­zei­tig ein ver­läss­li­cher Ansprech­part­ner für die Men­schen in der Regi­on blei­ben“, so Kuhl­hü­ser. Die Her­aus­for­de­run­gen sind viel­fäl­tig, doch für die Ver­ant­wort­li­chen ist klar: Die Ver­sor­gung im Eichsfeld soll nicht nur sicher blei­ben, son­dern zukunfts­fä­hig gestal­tet wer­den.

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