Marie-Lui­se, Hei­ko und Anna-Lena Keil­holz

Zum 01.06.2025 hat Hei­ko Keil­holz die HKS Sicher­heits­ser­vice GmbH voll­stän­dig in die Hän­de sei­ner Töch­ter Anna-Lena und Marie-Lui­se Keil­holz über­tra­gen.

Inter­view: Ulrich Drees | Fotos: Syl­via Stein, HKS

Herr Keil­holz, in drei Jahr­zehn­ten haben Sie ein flo­rie­ren­des Fami­li­en­un­ter­neh­men auf­ge­baut, das im Lau­fe der Jah­re auch viel­fach aus­ge­zeich­net wur­de. Gibt es her­aus­ra­gen­de Erfah­run­gen?
(Hei­ko Keil­holz): Die ers­ten Schrit­te in die Selbst­stän­dig­keit waren durch­aus nicht ein­fach. Doch vom ers­ten Tag an hat­te ich das gro­ße Glück, nicht nur selbst gute Ideen zu haben, son­dern auch von sehr guten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern bera­ten und beglei­tet zu wer­den. Zum Bei­spiel Men­schen wie den heu­ti­gen Pro­ku­ris­ten Susan­ne Simon, Dirk Pfeif­fer und Tobi­as Schnei­der und ihren jewei­li­gen Teams, auf die ich mich stets zu ein­hun­dert Pro­zent ver­las­sen konn­te. Zu mei­nen schöns­ten Erin­ne­run­gen zählt unter ande­rem, dass in die­sem Kreis immer Gele­gen­heit war, mit einem Cognac auf gemein­sa­me Erfol­ge anzu­sto­ßen.

Wie haben Sie den Über­ga­be­pro­zess wahr­ge­nom­men?
(Hei­ko Keil­holz): Es ist groß­ar­tig, wie sich mei­ne Töch­ter ein­ge­bracht haben – bei­spiel­wei­se wie sie die HKS Unter­neh­mens­be­ra­tung & Ser­vice GmbH in nur andert­halb Jah­ren nach Über­ga­be mit ihren Ideen berei­chert und wei­ter­ent­wi­ckelt haben. Ich bin sicher, dass ich unser Fami­li­en­un­ter­neh­men in gute Hän­de über­ge­be. Damit der Gene­ra­ti­ons­wech­sel so gut funk­tio­nie­ren konn­te, habe ich sie in ihren Füh­rungs­funk­tio­nen von Beginn an frei und eigen­ver­ant­wort­lich den­ken, arbei­ten und ent­schei­den las­sen. Dazu gehör­te natür­lich, auch Feh­ler machen zu dür­fen. Neben aus­rei­chen­dem Ver­trau­en brauch­te ich dafür die Bereit­schaft, genau die Din­ge abzu­ge­ben, die ich selbst immer am liebs­ten gemacht habe.

Frau Keil­holz, wie haben Sie die Ent­wick­lung emp­fun­den?
(Marie-Lui­se Keil­holz): Ein wich­ti­ger Punkt war, dass wir es geschafft haben, unser wirk­lich gutes pri­va­tes Ver­hält­nis nie zu gefähr­den, weil wir alle Kon­flik­te – die natür­lich vor­ka­men – stets in der Fir­ma gelas­sen haben. Eben­so bedeut­sam war, dass Anna-Lena und ich gro­ßen Wert dar­auf­ge­legt haben, nicht nur von unse­ren Kun­den, son­dern auch von unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern glei­cher­ma­ßen akzep­tiert zu wer­den. Wir haben bewusst alle Dienst­leis­tungs­be­rei­che unse­res Unter­neh­mens durch­lau­fen, stan­den an der Dis­ko­tür und am Emp­fang, haben Objekt­schutz gemacht und nachts gear­bei­tet. Des­halb glau­be ich, dass unse­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter es begrü­ßen, dass wir nun die Fir­ma über­neh­men. Sie ver­trau­en dar­auf, dass wir nicht nur über Zah­len ent­schei­den, son­dern wis­sen, wie hart es ist, z. B. im Drei­schicht-Sys­tem, nur nachts oder ganz allein zu arbei­ten.

Frau Keil­holz, Sie sind vor 13 Jah­ren als Ers­te in das Unter­neh­men ein­ge­stie­gen. Was erscheint Ihnen wich­tig?
(Anna-Lena Keil­holz): Zunächst kann ich das Gesag­te nur bestä­ti­gen. Ins­be­son­de­re das gute Ver­hält­nis zu unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und der per­sön­li­che Kon­takt zu unse­ren Kun­den waren ent­schei­dend. Ergän­zend hat sich außer­dem aus­ge­zahlt, dass wir von Beginn an fes­te Ver­ant­wor­tungs- und Auf­ga­ben­be­rei­che defi­niert haben, wäh­rend wir gleich­zei­tig grö­ße­re – und natür­lich gele­gent­lich auch klei­ne­re – Ent­schei­dun­gen mit­ein­an­der abge­stimmt und uns immer gegen­sei­tig über alle aktu­el­len Ent­wick­lun­gen infor­miert haben. Neben die­ser Trans­pa­renz kann ich nur emp­feh­len, sich für einen sol­chen Pro­zess wirk­lich meh­re­re Jah­re Zeit zu las­sen.

Wie funk­tio­niert die­se enge Bin­dung zu den Mit­ar­bei­ten­den ange­sichts einer ca. 350-köp­fi­gen Beleg­schaft?
(Hei­ko Keil­holz): Seit der Grün­dung des Unter­neh­mens war es für mich stets ein bewuss­tes Bestre­ben, alle Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter per­sön­lich mit Namen zu ken­nen, ihre Lebens­um­stän­de zu ver­ste­hen und so eine enge, ver­trau­ens­vol­le Bin­dung auf­zu­bau­en. Genau das macht für mich ein Fami­li­en­un­ter­neh­men aus.
(Marie-Lui­se Keil­holz): Als Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che ist das bis heu­te mein Anspruch. Dabei hilft, dass wir alle aktiv mit­ar­bei­ten – bei Bedarf auch auf Ver­an­stal­tun­gen. Da begrü­ßen wir dann alle Mit­glie­der unse­res Teams mit Hand­schlag und neh­men uns Zeit für ein kur­zes Gespräch. Das sorgt auch für die Sicher­heit, dass wir da sind, wenn jemand ein Pro­blem – auch ein pri­va­tes – hat. Und das wird auch von den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern so wahr­ge­nom­men.
(Anna-Lena Keil­holz): Wir ver­ges­sen nie: Es sind vor allem unse­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und deren gute Arbeit, die unser Unter­neh­men reprä­sen­tie­ren. Ihr täg­li­ches Enga­ge­ment hat das Unter­neh­men zum Erfolg geführt.

Was bedeu­tet ein Gene­ra­ti­ons­wech­sel in Ihrer sich ohne­hin stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln­den Bran­che?
(Hei­ko Keil­holz): Ange­sichts der Ver­än­de­run­gen, die sich in den letz­ten 30 Jah­ren in den Berei­chen Video­tech­nik, Alarm- und Ein­bruch­mel­de­an­la­gen und Gefah­ren­ma­nage­ment­sys­te­me abge­spielt haben, woll­te ich unse­ren Kun­den stets einen ech­ten Wis­sens­vor­sprung bie­ten. Die vie­len Koope­ra­tio­nen mit füh­ren­den Anbie­tern sicher­heits­tech­ni­scher Lösun­gen, Part­ner­un­ter­neh­men, der Wis­sen­schaft und auch staat­li­chen Ein­rich­tun­gen haben sich da aus­ge­zahlt, und die­ses Know-how wer­de ich auch wei­ter ein­brin­gen. Dass mei­ne Töch­ter vor andert­halb Jah­ren einen Groß­auf­trag mit einer inter­na­tio­na­len Restau­rant­ket­te abge­schlos­sen haben, ist aber bei­na­he noch wich­ti­ger, denn durch die Zusam­men­ar­beit in die­sem Bereich erschließt sich ihnen nun auch eine wert­vol­le inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve.
(Anna-Lena Keil­holz): Durch die­se fach­li­che Exper­ti­se kön­nen wir uns im Wett­be­werb auch gegen­über deut­lich grö­ße­ren Anbie­tern durch­set­zen. In nächs­ter Zukunft wer­den wir jetzt eine umfas­sen­de Moder­ni­sie­rung unse­rer Büro­kom­mu­ni­ka­ti­on und admi­nis­tra­ti­ven Abläu­fe ange­hen. Das ist schon ange­sichts des demo­gra­fi­schen Wan­dels und der wach­sen­den, büro­kra­ti­schen Abläu­fe nötig. Bei all dem gilt, dass in unse­rer Bran­che wei­ter die rich­ti­ge Kom­bi­na­ti­on von tech­ni­schen Anwen­dun­gen und hän­di­scher Arbeit – also Men­schen – ent­schei­dend ist. Wir wer­den des­halb die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mit ein­bin­den, um zu schau­en, wo es aus ihrer Sicht noch hakt und sie ihr Poten­zi­al noch bes­ser nut­zen könn­ten.
(Marie-Lui­se): Aus dem­sel­ben Grund ist auch die kon­ti­nu­ier­li­che Qua­li­fi­zie­rung unse­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von zen­tra­ler Bedeu­tung. Das beginnt bei Eng­lisch- und EDV-Kennt­nis­sen und mün­det in spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen, die wir indi­vi­du­ell an die Wün­sche unse­rer Kun­den anpas­sen.

Herr Keil­holz, bei der Fir­ma Wend­ler Alarm­an­la­gen GmbH blei­ben Sie zunächst noch als Geschäfts­füh­rer aktiv, berei­ten aber auch hier schon den Über­gang vor. Wie gestal­tet sich der Pro­zess?
(Hei­ko Keil­holz): Sebas­ti­an Koren­gel, der bis­her im Füh­rungs­team der HKS Unter­neh­mens­be­ra­tung & Ser­vice GmbH tätig war, hat kürz­lich als Pro­ku­rist die admi­nis­tra­ti­ve Lei­tung der Wend­ler Alarm­an­la­gen GmbH über­nom­men. Er hat bei uns im Jahr 2017 wäh­rend sei­nes Stu­di­ums ein Prak­ti­kum begon­nen und ist seit­dem bei uns geblie­ben und zu einem fes­ten Bestand­teil des Ver­wal­tungs­teams gewor­den. In den letz­ten 8 Jah­ren hat er schon oft bewie­sen, dass wir ihm ver­trau­en kön­nen. Dass er aus Har­degsen stammt und mit sei­ner Fami­lie auch in der Regi­on blei­ben möch­te, freut mich dabei ganz beson­ders.

Die Bedeu­tung des Ehren­amts
Zu den Erfah­run­gen, die Hei­ko Keil­holz an sei­ne Töch­ter wei­ter­gibt, zählt auch die Bedeu­tung des Ehren­amts, dass für ihn neben sei­ner sozia­len Bedeu­tung stets auch eine Mög­lich­keit bot, wich­ti­ge Netz­wer­ke zu pfle­gen. „In die­sem Zusam­men­hang habe ich bei­spiel­wei­se die Poli­ti­ker Tho­mas Opper­mann und Uwe Schü­ne­mann ken­nen und schät­zen gelernt“, erin­nert er sich. „Bei­de waren stets wich­ti­ge Ansprech­part­ner, wenn es dar­um ging, Wege auf­zu­zei­gen und Türen zu öff­nen. Ich bin des­halb froh, dass auch mei­ne Töch­ter sich in ver­schie­de­nen Berei­chen ehren­amt­lich enga­gie­ren.“

In den Ruhe­stand
Anläss­lich sei­ner offi­zi­el­len Ver­ab­schie­dung in den Ruhe­stand über­rasch­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, Fami­lie, Freun­de und Weg­be­glei­ter Hei­ko Keil­holz mit einem roten Tep­pich. Nach einem Spa­lier­lauf des HKS-Grün­ders über­gab ein Mit­ar­bei­ter und Freund des HKS-Unter­neh­mens­grün­ders dann in einer Rede den „Staf­fel­stab“, bevor der Abend bei lecke­rem Essen und Geträn­ken sowie einer von den Mit­ar­bei­tern orga­ni­sier­ten Par­ty­band aus­klang. Ein gelun­ge­ner Tag, der die enge Bin­dung zwi­schen den HKS-Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und der Fami­lie Keil­holz ein­drucks­voll bestä­tig­te.

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