Dr. Bas­ti­an Scha­back­er und Dr. Jochen Dör­ner aus dem EPZ Göt­tin­gen Neu-Maria­hilf prä­sen­tie­ren den neu­en CORI Knie-Robo­ter.

Seit Kur­zem ist am Ev. Kran­ken­haus Göt­tin­gen-Ween­de ein neu­er „Mit­ar­bei­ter“ im Ein­satz. Er heißt CORI und ist ein hoch­mo­der­nes, robo­ter­ge­stütz­tes chir­ur­gi­sches Sys­tem, das spe­zi­ell für Knie­ge­lenk­er­satz­ope­ra­tio­nen ent­wi­ckelt wur­de.

Text und Foto: Ste­fan Rampf­el, EKW

Im Endo­pro­the­tik­zen­trum der Maxi­mal­ver­sor­gung (EPZ­max), das sei­nen Sitz am Kran­ken­haus Neu-Maria­hilf hat, set­zen die Ope­ra­teu­re CORI zuneh­mend zur robo­ter-assis­tier­ten Knie­en­do­pro­the­tik ein. Mit der robo­ter­ge­stütz­ten Implan­ta­ti­on von Knie­im­plan­ta­ten kann die Ope­ra­ti­on sehr viel genau­er durch­ge­führt wer­den als zuvor. Die Metho­de ermög­licht eine opti­ma­le Implan­tat­po­si­tio­nie­rung sowie Aus­ba­lan­cie­rung des Knie­ge­lenks sowohl bei Teil- als auch Voll­pro­the­sen.
CORI ist kein auto­no­mer Robo­ter, son­dern ein intel­li­gen­tes und vom Chir­ur­gen hand­ge­führ­tes Instru­ment, das die ope­ra­ti­ve Erfah­rung des Arz­tes mit genau­es­ter Prä­zi­si­on ergänzt. „Der CORI OP-Robo­ter ermög­licht für mich als Chir­ur­gen eine 3D-Dar­stel­lung des Knie­ge­lenks in Echt­zeit wäh­rend der OP und damit die vir­tu­el­le Dar­stel­lung der Pro­the­sen­funk­ti­on, bevor ich sel­ber unwi­der­ruf­lich den Kno­chen säge bzw. frä­se“, berich­tet Ober­arzt Knut Höh­ler über die Vor­tei­le. „Dies ist vor allem bei kom­ple­xen Fehl­stel­lun­gen oder der Implan­ta­ti­on einer Teil­pro­the­se von Vor­teil.“ Die Pati­en­ten pro­fi­tier­ten durch die grö­ße­re Prä­zi­si­on und einer indi­vi­du­el­le­ren Weich­teil­ba­lan­cie­rung, so der Unfall­chir­urg und Ortho­pä­de.
Kei­ne CT-Unter­su­chung mehr nötig >>> Einer der größ­ten Fort­schrit­te des neu­en Sys­tems ist der Ver­zicht auf eine vor­he­ri­ge CT-Unter­su­chung. Statt­des­sen wer­den zu Beginn der Ope­ra­ti­on Ana­to­mie und Band­span­nung des Knie­ge­lenks durch einen spe­zi­el­len Poin­ter erfasst. Dadurch wird in Echt­zeit ein hoch­de­tail­lier­tes 3D-Modell erstellt. Wäh­rend der OP sorgt eine Schutz­bar­rie­re durch eine hap­ti­sche Begren­zung dafür, dass das hoch­prä­zi­se Fräs­in­stru­ment auto­ma­tisch stoppt, bevor gesun­der Kno­chen oder wich­ti­ge Weich­tei­le ver­letzt wer­den. So wird nur der erkrank­te Kno­chen abge­tra­gen und das gesun­de Gewe­be geschont. Wich­tig: Die Kon­trol­le bleibt dabei zu jedem Zeit­punkt voll­stän­dig in der Hand des Ope­ra­teurs.
„Ich bin sehr froh, dass das Ev. Kran­ken­haus Göt­tin­gen-Ween­de in die­se moder­ne Tech­no­lo­gie inves­tiert hat“, sagt Dr. Mat­thi­as Heyden, Lei­ter des Endo­pro­the­tik­zen­trums Göt­tin­gen Neu-Maria­hilf. „Mit CORI kön­nen wir unse­ren Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten noch indi­vi­du­el­le­re Ver­sor­gun­gen bie­ten und die Ergeb­nis­se wei­ter ver­bes­sern. Die Kom­bi­na­ti­on aus moderns­ter Robo­tik und chir­ur­gi­scher Exper­ti­se erlaubt es uns, kom­ple­xe Knie­ope­ra­tio­nen äußerst prä­zi­se durch­zu­füh­ren.“

Auf einem Moni­tor sieht der Ope­ra­teur in Echt­zeit ein 3D-Modell des Knies. Lila Berei­che wer­den von CORI ent­fernt, bei ande­ren Berei­chen sorgt eine Schutz­bar­rie­re dafür, dass das hoch­präzise Fräs­in­stru­ment auto­ma­tisch stoppt, bevor gesun­der Kno­chen oder wich­ti­ge Weich­teile ver­letzt wer­den.

Evan­ge­li­sches Kran­ken­haus Göt­tin­gen-Ween­de
EPZ Göt­tin­gen Neu-Maria­hilf
Wald­weg 9
Tele­fon: 05 51 / 50 34-32 22
37073 Göt­tin­gen
www.ekweende.de/epz