Mit dem Früh­ling star­tet auch die Gar­ten­sai­son – und damit rückt die rich­ti­ge Abfall­tren­nung wie­der stär­ker in den Fokus. Die Göt­tin­ger Ent­sor­gungs­be­trie­be geben prak­ti­sche Tipps und laden zu Aktio­nen rund um Kom­post und Nach­hal­tig­keit ein.

Text: GEB | Foto: Ado­be Stock

In den Rest­ab­fall­be­häl­tern in Göt­tin­gen befin­den sich laut Unter­su­chun­gen der Göt­tin­ger Ent­sor­gungs­be­trie­be (GEB) noch immer rund 34 Pro­zent orga­ni­sche Abfäl­le. Auch in den Haus­hal­ten mit Eigen­kom­post lan­det ein Teil die­ser Abfäl­le im Rest­müll – etwa Gar­ten- oder Küchen­res­te, die nicht auf dem eige­nen Kom­post ent­sorgt wer­den. Dadurch gehen wert­vol­le Res­sour­cen ver­lo­ren, denn nur Bio­ab­fäl­le aus der Bio­ton­ne kön­nen zu hoch­wer­ti­gem Kom­post ver­ar­bei­tet wer­den.
Die GEB neh­men ihren Auf­trag als kom­mu­na­ler Ent­sor­ger sehr ernst und wen­den sich gezielt an Eigen­kom­pos­tie­re­rin­nen und Kom­pos­tie­rer. Denn Umwelt­schutz beginnt im eige­nen Zuhau­se: Wer orga­ni­sche Abfäl­le über die Bio­ton­ne ent­sorgt, leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zum Kli­ma­schutz. Gelan­gen die­se hin­ge­gen in den Rest­müll, kön­nen sie nicht opti­mal ver­wer­tet wer­den.
Das Kom­pos­tie­ren im eige­nen Gar­ten ist nicht immer unkom­pli­ziert. Daher emp­feh­len die GEB allen Haus­hal­ten mit Eigen­kom­post, zusätz­lich eine Bio­ton­ne zu nut­zen – ins­be­son­de­re für Abfäl­le, die sich für die Eigen­kom­pos­tie­rung weni­ger eig­nen. Dazu zäh­len vor allem bestimm­te Lebens­mit­tel­res­te, die auf dem hei­mi­schen Kom­post­hau­fen pro­ble­ma­tisch sind.

Start der Sai­son­bio­ton­ne >>> Mit Beginn der Gar­ten­sai­son kann die soge­nann­te Sai­son­bio­ton­ne von Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin­nen und Grund­stücks­ei­gen­tü­mern im Göt­tin­ger Stadt­ge­biet bei den GEB bestellt wer­den. Mie­te­rin­nen und Mie­ter wen­den sich hier­für bit­te an ihre Ver­mie­ter.
Die Sai­son­bio­ton­ne wird in zwei Grö­ßen ange­bo­ten: mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 120 Litern oder 240 Litern. Die Gebühr für das Jahr 2026 beträgt 76,44 Euro pro Sai­son für die klei­ne­re Ton­ne und 152,88 Euro für die grö­ße­re Vari­an­te.
Ab Anfang April lee­ren die GEB die Sai­son­bio­ton­nen wie­der regel­mä­ßig. Wer sei­ne Ton­ne noch im Win­ter­quar­tier hat, soll­te sie daher jetzt recht­zei­tig bereit­stel­len. Die Lee­rung erfolgt bis Ende Okto­ber – also über sie­ben Mona­te hin­weg – im 14-täg­li­chen Rhyth­mus im Rah­men der regu­lä­ren Bio­ton­nen­ab­fuhr.

Aus­blick auf kom­men­de Ver­an­stal­tun­gen >>> Auch in die­sem Früh­jahr sind die GEB wie­der bei ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Stadt­ge­biet ver­tre­ten. Den Auf­takt bil­det „Sci­ence goes City“ am Sonn­tag, 19. April, in der Göt­tin­ger Innen­stadt. Dort prä­sen­tie­ren die GEB unter ande­rem ein Kanal­in­spek­ti­ons­fahr­zeug. Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen live mit­er­le­ben, wie mit­hil­fe moder­ner Kame­ra­tech­nik Kanä­le auf Schä­den, Ver­stop­fun­gen oder Wur­ze­lein­wuchs unter­sucht wer­den.
Dar­über hin­aus infor­mie­ren die GEB über ihr kos­ten­lo­ses Ange­bot zur Stark­re­gen­vor­sor­ge. Gemein­sam mit Mit­ar­bei­ten­den kön­nen Inter­es­sier­te einen Blick auf die Stark­re­gen­ge­fah­ren­kar­te für Göt­tin­gen wer­fen – auf Wunsch auch bezo­gen auf das eige­ne Grund­stück. So las­sen sich mög­li­che Über­flu­tungs­ri­si­ken früh­zei­tig erken­nen.
Am 13. Juni sind die GEB im Rah­men der „Nacht der Kul­tur“ erneut mit ihren bekann­ten Sperr­müll-Sofas ver­tre­ten. Hier erhal­ten Besu­che­rin­nen und Besu­cher umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen zur Anmel­dung, Bereit­stel­lung und ter­min­ge­rech­ten Abho­lung von Sperr­müll sowie zu wei­te­ren The­men rund um die Abfall­ent­sor­gung.
Am 20. Juni folgt der „Göt­tin­ger Waren­tausch­tag“, der dies­mal bei der Neu­en Arbeit – Bro­cken­samm­lung in der Levin­stra­ße statt­fin­det. Ziel der Ver­an­stal­tung ist es, gut erhal­te­nen Gegen­stän­den ein zwei­tes Leben zu geben und Abfall zu ver­mei­den. Ange­nom­men wer­den unter ande­rem Bücher, Fahr­rä­der, Haus­halts­wa­ren, Elek­tro­klein­ge­rä­te, Klein­mö­bel, Kin­der­tex­ti­li­en, Spiel­zeug und Pflan­zen. Das Tau­schen erfolgt wie gewohnt ohne Geld.

Göt­tin­ger Ent­sor­gungs­be­trie­be
Rudolf-Wis­sell-Stra­ße 5
37079 Göt­tin­gen
Ser­vice­num­mer: 400 5 400
geb@goettingen.de
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